Was mich antreibt


Warum ?

Neben den äußeren Lehrern habe ich einen inneren Lehrer:

meine Hochtonschwerhörigkeit.

 

Mein Leben lang höre ich, dass ich mit meiner Hochtonschwerhörigkeit "behindert" bin, nicht standhalte, weil ich für manche Dinge nicht gemacht bin.

 

Manch einer hat gemeint, ich müsste mit den "richtigen" technischen Geräten ausgestattet und funktionstüchtig gemacht werden. (damit sind nicht Hörgeräte gemeint).

Oft gab ich gehört: Sie müssen! Manchmal ist mir versprochen worden, dass ich mit den "richtigen" Hörgeräten etc. wieder 100 % Hören kann oder sogar besser als "Normalhörende".

 

Es hat gedauert, bis ich aufgehört habe mir ein Bein aus zu reißen, um mich passend zu machen und erkannt habe, dass ich durch dieses vermeintliche "Handicap", Fähigkeiten entwickelt habe.

Die Fähigkeit nach innen zu lauschen und innere Ohren zu entwickeln, die mir helfen Dinge wahr zu nehmen, die in der „lauten Welt“ untergehen.

 

Ein weiterer Schritt war, diese Fähigkeit als solche anzunehmen, ihr zu glauben und zu vertrauen. Denn die Stille habe ich immer schon geliebt. In der Stille höre ich den Wind mit den Blättern spielen oder mit dem Wasser. Ich höre die eigene innere Stimme, die meist über den Körper leise zu mir spricht.

 

Aus diesem Grund arbeite ich nur in Kleingruppen von 4 bis höchstens 8 Personen. Es ist mir wichtig dafür zu sorgen, dass ich den „Raum“ halten kann und ich möchte als Kursleiterin berührbar sein.

 

Manche nennen das Hochsensibel und ich finde, es ist unererheblich wie ich es nenne. Wichtig ist, das ich genau diese Fähigkeit der Welt zur Verfügung stelle.