Linolschnitt


Ende des 15. Jahrhunderts entdeckte Albrecht Dürer, die bisher besonders im asiatischen Raum entwickelte Kunst es Druckens für sich. Er band nicht nur Radierungstechniken in seinen künstlerischen Prozess ein, sondern auch Hochdruckverfahren wie den Holzschnitt.

 

Nach Dürer verlor der Holzschnitt an Bedeutung, Er wurde durch den Kupferdruck verdrängt. Erstmals seit Dürer wurde der aus dem Holzschnitt entstandene Linolschnitt im Expressionismus von den Künstlern der "Brücke" wieder aufgenommen und neu belebt.

Sie fanden damit ein Medium, um mit einfachsten Mitteln emotionale Unruhe auszudrücken.

 

Ich möchte über die bisher übliche flächige, oft einfarbige Darstellung des Linoldrucks hinausgehen und eine malerische Qualität erreichen.

Durch eine speziell entwickelte Drucktechnik per Hand z.T. auf Reispapier entsteht durch Überlagerungen unterschiedlicher Farbtöne eine malerische Tiefe. Entgegen den Künstlern der Brücke möchte ich emotionale Ruhe ausdrücken.

 

Ich gestalte z. B. Meditationserlebnisse mit stilistisch vereinfachten Motiven, oder greife biblische Motive wie „Maria“ oder „Engel“ auf.

 

Auch die Gestaltung von Themen, die ich mit  Weiblichkeit und Natur verbinde, greife ich seit Jahren sehr gerne immer wieder auf. Die Motive sind bewusst „einfach“ gehalten.