Die Farbenlehre


 

Die Farbenlehre Goethes umfasst 5 Bände, in denen seine Lehre mit vielen physikalischen Versuchen und Thesen beschrieben wird, die

Goethe in seinen Forschungen in der Natur gefunden hat.

 

Messungen zu den Frequenzen der Farben sind ebenfalls gemacht worden. Sie wurden von einem Naturwissenschaftler aus Basel erforscht.

  

Hier ist es mein Anliegen zu beschreiben was die Auseinandersetzung mit der Farbenlehre für mich als Künstlerin und als Mensch bedeutet hat.

 

Mein 4 – jähriges Studium war für mich ein Schulungsweg, in dem es zunächst um die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten ging, bevor ich meine eigene künstlerische Handschrift entwickelt habe.

 

Das Interesse für die Zusammenhänge fing schon als Kind an.

 

Meine Kindheit und Jugend am Niederrhein mit  dem Streunen in Wald, Wiesen, Feldern und am Wasser hat in mir die Neugier entstehen lassen, zu erfahren was die Farben in mir bewirken und berührt. Mir fiel auf, dass jede Jahreszeit eine andere Stimmung hat und das sich mit dem Jahreslauf auch die Farben ändern.

 

Die Eurythmie (Bewegungskunst R. Steiners) hat mir erste Antworten auf diese Frage gegeben, wie die Farbqualitäten in uns Menschen leben.

 

Die Eurythmie lebt unter anderem davon, dass die Essenz der Farbqualität die Haltung in der Bewegung bestimmt. Ein Mensch in einer blauen Grundstimmung bewegt sich anders, als ein Mensch in einer gelben oder rosafarbenen Grundstimmung.

 

Diese Essenzen zeigen sich in der Farbe des Gewandes, das den Körper schmückt & der Farbe des Schleiers, der die Bewegung unterstützt. Dazu kommt die Muskelspannung, deren Qualität ebenfalls von einer Farbstimmung gehalten ist.

Es gibt auch reine Farbeurythmie.

 

Um sich in so eine Stimmung einzufühlen, können Sie sich auf ein uni- farbiges blaues Tuch stellen oder sich ganz in Blau kleiden und über den Tag beobachten, wie sie sich fühlen.

Vielleicht möchten Sie sich lieber vorstellen, Sie könnten sich mit dem Stuhl mitten in eine rosafarbene Tulpe stellen.

Oder Sie setzen sich an einem strahlenden Sommertag innerlich mit einen Stuhl in den blauen Himmel oder tatsächlich mitten in eine grüne Wiese.

 

 

In meinem Studium später habe ich mich intensiv damit beschäftigt.

 

Die Grundlage dieses Studiums war Beppe Azzenzas Auseinandersetzung mit Goethes Farbstudien und seiner Herangehensweise sich mit der Farbe als solcher, also unabhängig von der Form forschend zu befassen.

 

Das Verhältnis von Farbe & Licht hat mich schon als Kind fasziniert. Die sich verändernden Lichtverhältnisse an einem Tag und im Jahreslauf oder in unterschiedlichen Landschaften.

 

In der Beschäftigung mit Goethes Farbkreis tauchen die Fragen nach dem Verhältnis der Farbe im Raum zwischen Licht und Dunkelheit und deren energetische Wirkung auf den Menschen auf.    


Goethe hat die 
Gesetzmäßigkeiten des Farbkreises durch die Beobachtung der Natur gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kreis ist also ein "Bild" für die Entstehung der Farbe im "Universum" und deren Wirkung.

 

Denn so sehen wir die Farben ja meist, gebunden an Gegenstände oder an lebendige Wesen. Sie haben aber ganz für sich selbst eine energetisch schwingende Wirkung in der Welt und damit auch auf den Menschen.

 

Die Farben entstehen aus der Begegnung zwischen Gelb und Blau und der Position der Lichtquelle bei Tag und bei Nacht. Von Sonne oder Mond.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gelb ist die erste Trübungsstufe des reinen Lichtes auf der aktiven Seite, aufsteigend.

 

 

 

 

 

 

 

Blau die letzte Trübungsstufe der Dunkelheit, auf der passiven Seite, absteigend.

 

 

Die Entstehung von Rot (Purpur) ist die höchste Steigerung in diesem Prozess.

 

 

Vor dem Rot liegt das Licht (Weiß), dahinter die Finsternis (Schwarz). Der absteigende Prozess auf der passiven Seite beginnt also bei Purpur und endet bei Blau mit der Begegnung von Gelb.

 

Wir finden also sowohl die Beziehung zum Licht und zur Finsternis - Tag und Nacht, Sonne und Mond, als auch die Beziehung der Farben untereinander bzw. zueinander: komplementär (gegenüberliegend, wie grün und rot) charakteristisch (eine oder mehr Farben dazwischen, wie gelb & rot oder blau & rot) charakterlos (nebeneinander, wie grün & blau oder gelb & orange).

 

Das Lebendige (Steiner nannte es Pfirsichblüt oder Inkarnat) ensteht ganz natürlich in der Begegnung der Polaritäten.  Denn das Licht lebt nur mit der Finsternis, der Tag mit der Nacht, die Sonne mit dem Mond. Im Leben geht es darum eine Balance zu finden, damit ein Drittes entstehen kann.

 

In der Zeit des Studiums haben wir uns mit Farbeurythmie beschäftigt und den Farbkreis öffentlich performt.

 

Das heißt, wir haben uns der Farbe von innen her (s.o.) genähert und erforscht, wie es sich anfühlt z.B. Gelb oder Blau zu sein und sich in der Qualität von Gelb oder Blau zu bewegen.

 

Das Erleben der Farbe in dieser Weise führt also zu eineSchulung des Gefühlslebens.

 

Und  -  was für mich als Künstlerin wichtig ist: es führt zu einem Gespür für die Nuancen und Stimmungen von Farben und den Verhältnissen der Farben untereinander. Denn es wirkt nicht jede Farbe zu einer anderen harmonisch.

Und - es gibt von jeder Farbe einen warmen und einen kalten Ton.

Er kommt durch die Menge der Blau -bzw. Rotanteile zustande.

 

 

 

Für meine eigene Arbeit in der Malerei dient mir als Anregung für die Auseinandersetzung mit der Farbe das Experimentieren mit unterschiedlichen Malgründen & Materialien.

 

 

 

 

Ein glattes Papier wirkt anders als geschöpftes mit Struktur.

 

Ich verwende auch gerne Pasten oder klebe mit speziellen Klebern Seidenpapier auf die grundierte Leinwand.

 

 

 

 

Durch das Gestalten farbiger Flächen, hinzukommender Gesten und Linien, entstehen auf der Fläche Ebenen, die in Harmonie oder in Spannung zu einander stehen.

Die Komposition dieser Ebenen kann sich im Gegenstandslosen bewegen oder zum Motiv gestalten.

Dabei füge ich mich dem Schaffensprozess und lasse eine entspannte Geisteshaltung, ich könnte es auch Liebe nennen, meine Hand führen.”

Ich mache mich ganz leer, damit eine Begnung mit der weissen Fläche entstehen kann.  

 

Freiheit für die Farbe.

Und im Weiteren geht es in der Bildgestaltung darum, durch das Verhältnis von Hell/Dunkel-Kontrasten, Linie und Form zu einer Komposition zu finden, die die Bildfläche von der Gestaltung her ausfüllt.

 

Durch das Zusammenspiel von Farbe und Komposition entsteht ein Kraftfeld, das eine eigene Wirkung auf den Betrachter hat und von den Gesetzmäßigkeiten der Farbenlehre getragen ist.

 

Es ist mein Ziel dem Betrachter Erlebnisräume zu ermöglichen, in denen ER/Sie sich wiederfindet und wie seelisch spazierengehen kann.

 

Ich möchte dem Betrachter Freude - in welcher Facette entscheidet Er/Sie selbst - schenken. Das bedeutet, ich bilde eher eine Empfindung ab, als etwas Gesehenes.

 

Die Erfahrung von Kraftfeldern lässt sich auch meditativ erschließen, z.B. indem Sie sich vorstellen wie es sich z. B. anfühlt in einem blauen Raum zu sitzen.

 

Ich führe Sie innerlich in ein Bild, so dass Sie den blauen Raum erleben können.

 

Das ist mit jeder Farbe möglich,

einschliesslich mit Licht und Dunkelheit.

 

Laut Goethe gehören schwarz und weiß nicht zu den Farben .

 

Eine Einführung finden Sie auf meinem Bolg:

 

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